Naturkundliche Notizen
Naturkundliche Notizen

Das besondere Zitat

"Es ist ein großer Irrtum zu glauben, dass Menschen auf der Grundlage von Wissen handeln - das tun sie nicht." (Harald Welzer (Soziologe und Publizist): In: Acher- und Bühler Bote vom 29.09.2019)

"Vielleicht hat es sein Gutes, dass der Windrad-Betonwald den Sehnsuchtsblick in die Landschaft durchkreuzt. Auch der Verträumteste muss heute wissen, dass im Namen der Allgemeinheit entschieden am gemeinsamen Gut der Natur genagt wird."

"Während wir uns von digitalen Techniken im großen Stil in virtuelle Welten entführen ließen, verfiel das öffentliche Gut dem Profit." (Ingeborg Harms: Hauptsache Holz. In: Die Zeit vom 29.08.2019)

"Wir werden die Insektenwelt nicht retten, wenn wir mit Blühstreifen unsere Äcker lediglich aufhübschen!" (Dr. Jürger Metzner, Geschäftsführer des DVL. In: Naturschutz und Landschaftsplanung 51 (07) 2019)

Die Realität hat etwas an sich, das sich weder leugnen noch erfinden lässt. Sie ist eine Wahrmacherin. (Rahel Jaeggi, Philosophin an der Humboldt-Universität zu Berlin. In: Die Zeit vom 25.10.2018)

In kaum einem anderen Mitgliedsland ist das Bewustsein dafür, dass es sich bei der EU um eine Rechtsgemeinschaft handelt so ausgeprägt wie in Deutschland. Um so fataler ist es, dass kein anderes Land häufiger mit dem europäischen Regelwerk in Konflikt gerät. 2016 führte die Europäische Kommission 91 sogenannte Vertragsverletzungsverfahren, weil die Bundesregierung im Verdacht stand, gegen europäisches Recht zu verstößen. Gegen Italien gab es 70 Verfahren, gegen Dänemark 34. Oft geht es in den Verfahren gegen Deutschland um Umweltfragen. (M. Brost, M. Krupa, P. Pinzler & B. Ulrich. In: Die Zeit vom 7. Juni 2018)

Das Problem dieser Welt ist, dass die intelligenten Menschen voller Selbstzweifel und die Dummen voller Selbstvertrauen sind. (Harald Martenstein. In: Zeit Magazin vom 7. Juni 2018)

Deutsche Flüsse fließen im Stop-and-go. Etwa 200 000 Wehre blockieren bundesweit den Weg des Wassers, durchschnittlich alle zwei Kilometer eines. (Max Ferstel. In: Süddeutsche Zeitung vom 30./31. Mai 2018)

Es ist eine wichtige Lektion, die wir von den Tieren lernen können: das wir andere Lebewesen schützen, respektieren, ja sogar bewundern oder uns zum Vorbild nehmen können - obwohl sie vollkommen anders sind als wir. (Werner Florian. In: Die Zeit N° 21 vom 17. Mai 2018)

Wenn die Welt seelenförmig ist, dann ist Seelisches, Ausdruck, Schönheit, ja sogar Identität nicht der Triumph souveräner Subjektivität, sondern ein massiv distribuierter Prozess. Dann ist Sein immer nur Sein durch Teilen. Ein Wesen ist nicht eine Seele, die den Körper bewohnt, wie ein mehr oder weniger schickes Konsumgut, sondern sie ist ein Teil der Welt, der nur blühen kann, wenn andere mit ihm solidarisch sind.

Blümchen und Bäume haben mit dem Menschen eine entscheidende Eigenschaft gemeinsam: Sie sind verletzliche Wesen, die aus dem unbekannten schwarzen Loch eines winzigen Keimes entstehen, eine eigene Geschichte mit Aufschwüngen und Rückschlägen erleben, sich mit anderen verbinden müssen, um Nachkommen zu zeugen und Nahrung aufzunehmen, um sie selbst zu werden und wieder zu vergehen. (Andereas Weber. In: Die Zeit vom 15.2.2018)

"Bei den vielen Problemen und Konflikten auf der Erde muss man sich in 85 % seiner Zeit mit etwas anderem beschäftigen, sonst wird man verrückt." (Joan Baez, Folk-Sängering und Folk-Gitaristin, Bürgerrechtlerin)

"In der aktuellen Phase des Kapitalismus erkennt man in der erotischen und sozialen Frustation die einzig verbliebene ökonomische Kraft." (Boris Groys, New York, Philosop, Medientheoretiker und Kunstwissenschaftler)

"Blümchen und Bäume haben mit Menschen eine entscheidende Eigenschaft gemeinsam: Sie sind verletzliche Wesen, die aus dem unbekannten schwarzen Loch eines winzigen Keimes entstehen, eine eigene Geschichte mit Aufschwüngen und Rückschlägen erleben, sich mit anderen verbinden müssen, um Nachkommen zu zeugen und Nahrung aufzunehmen, um sie selbst zu werden und wieder zu vergehen." (Andreas Weber. In: Die Zeit N° 8 vom 15.02.2018)

"Das Überhandnehmen fremder Arten sei meist ein Symptom einer gestörten Umwelt." (Fred Pearce)

"Wenn wir aber anerkennen, dass das Gehirn der Tiere komplexer ist, als wir dachten, dann müssen wir auch annehmen, dass ihre Leidensfähigkeit grösser ist als bis jetzt angenommen. Wir sollten deshalb sorgfältiger mit ihnen umgehen und versuchen, das Leiden wo immer möglich zu vermeiden." (Franz de Waal, Verhaltensforscher. In: NZZ am Sonntag vom 4.12.2016)

"Die Anerkennung der Führung ist die eigentliche Funktion der Wählerschaft." (Joseph Schumpeter (1883-1950), österreichisch-amerikanischer Ökonom und Politiker. Aus: Die Zeit N° 47)

Zurzeit werden die Sicherheitsprüfungen noch von den agrochemischen Firmen selbst durchgeführt oder von privaten Unternehmen, die ökonomisch hauptsächlich von den Agrochemie-Konzernen anhängen. Glaubt jemand im Ernst, ein Unternehmen, das Millionen in die Entwicklung einer neuen Chemikalie investiert hat, sei vollkommen objektiv, wenn es den Behörden die Ergebnisse seiner Sicherheitstests präsentiert? ( Aus: Wenn der Käfer zweimal klopft - Das geheime Leben der Insekten, von Dave Goulson)

Natürlich ist atomare Strahlung schädlich, aber viel schädlicher für Wildtiere ist wahrscheinlich der Stress durch den Menschen: Industrie, Landwirtschaft, Zersiedelung. (Jim Smith, Prof. für Umweltwissenschaften an der englischen University of Portsmouth in: Der Spiegel, 17/2016)

Zahl der Hartz-IV-Haushalte in Deutschland: 3,2 Millionen. Zahl der Seiten einer durchschnittlichen Akte eines Hart-IV-Haushaltes im Januar 2016: 650. (Aus: BRANDEINS (Wirtschaftsmagazin), 03/2016)

Niemand findet Vorurteile gut, aber alle haben welche. (Jens Jessen in: Die Zeit vom 11.02.2016)

Ich bin froh, dass das Jahr zu Ende geht: Katastophen und moralischer Niedergang, soweit das Auge reicht! (Georg Schramm, Kabarettist)

Erneuerbare Energie ist keineswegs gleichzusetzen mit Umwelt- und Naturschutz, vielmehr sind gravierende Konflikte vorgezeichnet. (R. BRUNNER & R. CHRISTIAN in NATIONALPARK 3/2015:12-17.)

Die Grundlage aller Freiheit ist die Rücksichtnahme. (Juli Zeh, Autorin. In: Zeitmagazin Nr. 33 vom 13.08.2015)

"Ich mußte plötzlich daran denken, wie sehr wir doch Knechte unserer Zeit sind, ohne eigentlich zu wissen, was die Dinge, die wir aufgeben oder verlieren, in Wirklichkeit bedeuten." Aus dem Roman "Pfaueninsel" von Thomas Hettche.

Toll, was der Papst so schreibt! Aber: Seine Öko-Enzyklika gilt natürlich nicht für Deutschland. Der Sonnenenergiegesang des Wut-Bischofs von Rom ward wohl vernommen. Enorm wichtig für die Regenwälder am Amazonas, die Bauern in China und die Südseeinsulaner, keine Frage. Aber nicht für die Deutschen. Denn hierzulande geht es um Energie und Arbeitsplätze. Und da hört das grüne Frömmeln auf. (Benedikt Erenz in: Die Zeit vom 02.07.2015)

Die Besonderheit eines physischen Gegenstandes zu entdecken, liefert auch Lebensqualität. (Gerhard Seidel, Verleger und Drucker, in SDZ vom 6./7. Juni 2015)

Die künstliche Intelligenz könnte das Ende der menschlichen Rasse bedeuten. (Stephan Hawking in Handelsblatt vom 29./30./31.05.2015)

Wenn ich raten müsste, was unsere größte existentielle Bedrohung ist, dann wahrscheinlich die künstliche Intelligenz. (Elon Musk, Tesla-Gründer, in Handelsblatt vom 29./30./31.05.2015)

Der Heidelberger Historiker Nikolas Jaspert fordert dazu auf, das Mittelalter quasi auf den Kopf zu stellen. Wenn man nicht von der Burg, sondern vom Boot aus schaue, das auf dem Mittelmeer segle, rückten plötzlich die Küsten Nordafrikas, die Seidenstrasse und die Piraten in den Blick, die multiethnische, multireligiöse und genossenschaftliche Gemeinschaften gebildet hatten. (Neue Zürcher Zeitung vom 28. März 2015)

Der am meisten verleumdete Wert ist heute ohne Zweifel der Wert der Freiheit. (Albert Camus)

Resilienz ist die Marschrichtung für das 21. Jahrhundert, weil klar ist, das die großen ökologischen Schäden nicht mehr abgewendet werden können. (Reiner Klingholz, Chemiker, Journalist)

Den Gewinn des Einzelnen darf man nicht über das Gemeinwohl stellen. (Hans Schöpflin. (Manager und Finanzinvestor in SDZ v. 3.09.2014)

Und was der Markt einmal erfasst hat, kann keine Moralpredigt der Welt zurückholen in das Reich der Qualitäten. (Thomas Fischer in: Die Zeit vom 14.08.2014)

Nun aber, bei der Gründung einer neuen Zivilisation, beginnt das Elend. Es beginnt mit der Bildung von Klassen und dem Machtstreben einzelner. (Aus: Schweigeminute von Siegfried Lenz)

Alles Große in der Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss. (Hermann Gmeiner, 1919-1986, Gründer der SOS-Kinderdörfer)

Nicht die Vernünftigen haben Weltgeschichte geschrieben, sondern die Wahnsinnigen. (Max Ernst (1891-1976), Surrealist)

Wo immer nur der Sieg zähle, gibt es zu viele Verlierer. (o. V.)

Im 14. Jahrhundert starb die Hälfte der Menschen in weniger als 214 Kilometer von ihrem Wohnort entfernt. Bis heute hat sich dieser Wert nur auf 382 km erhöht (nach SCHICH, SDZ v. 1.8.2014).

Die Wissensgesellschaft fängt an, wenn die Alternative keine Notlösung mehr ist, sondern der Normalfall - und Veränderungen nicht Feind des Bestehenden (Wolf Letter in BRABDEINS 07/14).

Erst durch den Sinn, den wir der Welt stiften, erhält die ganze Sache eine Bedeutung, wir sind frei (Jean-Paul Sartre).

Es gibt zwei Arten von Menschen. Die, die sich selbst interessant finden, die Armen. Und die anderen, die etwas da draußen interessanter finden (Georg Steiner, in: Die Zeit vom 16.4.2014).

Die Wahrheit ist analog (Thomas E. Schmidt, in: Die Zeit vom 3.4.2014).

Wir sehnen uns nach der Ästhetik einer Vergangenheit, in der man sich nach der Zukunft sehnte (Wes Anderson, Regisseur. In: Zeit Magazin, Nr. 7).

Nur die Fantasielosen flüchten in die Realität (Arno Schmidt, 1914 - 1979).

Was wir nicht können, ist irgendetwas zu wiederholen (Axel Bosse, Musiker).

Man sieht nur, was man schon in sich hat (Marizio Cattelan, Künster).

Das ist der übliche Gang der Dinge: Die Skandale von gestern sind die Makulatur von heute und die Abituraufsätze von morgen (Henry M. Broder in "Die Welt" vom 29. 10. 2013).

Irgendwo zwischen Glück und dem Unglück liegt die Zone, wo es sich am besten leben lässt (Harald Martenstein, Zeit Magazin Nr. 48 vom 21. 11. 2013)

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© Hans-Werner Maternowski