Naturkundliche Notizen
Naturkundliche Notizen

Fledermäuse

Fledermaus gefunden! Was tun?

Fledermäuse gehören zu den am meisten bedrohten Säugetieren in Deutschland und stehen unter strengem gesetzlichen Schutz. Nun kann es vorkommen, dass man einzelne Exemplare an ungewöhnlichen Stellen findet, z. B. auf dem Erdboden. Hierbei kann es sich um ein geschwächtes, verletztes oder krankes Tier handeln. Machmal fallen auch junge Fledermäuse aus ihrem Quartier auf den Boden. Dort werden sie schnell zum Opfer von Beutegreifern.

Was ist zu tun?

Nachfolgend dargestelltes Schema schlägt einige Verhaltensweisen für verschiedene Situationen vor. Ist es erforderlich Fledermäuse für eine kurze Zeit aufzubewahren, so sollte man dazu einen kleinen Katon mit vielen Luftlöchen verwenden. Bitte ein kleines Gefäß mit wenig Wasser in das Behältnis stellen, denn Wassermangel kann nach kurzer Zeit tödlich sein. Grundsätzlich sollten gefundene Fledermäuse nur mit Lederhandschuhe angefasst werden, denn einige Arten können kräftig zubeißen. In diesem Zusammenhang sei darauf verwiesen, dass von Fledermäusen prinzipiell keine Gefahren ausgehen. Die Tiere beißen nur, wenn sie angefasst werden und sich dadurch bedroht fühlen.

Fledermaus-Hotline (030-284984-5000)

Januar, Februar, März: Mo. - Fr. von 10 Uhr - 13 Uhr

April, Mai: Mo. - Fr. von 10 Uhr - 16 Uhr

Juni, Juli, August: Mo. - Fr. von 10 Uhr - 16 Uhr und 19 Uhr - 21 Uhr

                                 Sa. + So von 11 Uhr - 13 Uhr und 17 Uhr - 19 Uhr

Sep. / Nov.: Mo. - Fr. von 10 Uhr - 16 Uhr

Klebefolien - Todesfalle für Fledermäuse, hier verendeten Graue Langohren (Plecotus austriacus)

Ein interessanter Wiederfund nach 12 Jahren und 3 Monate

Quartierhilfe für Winterquartiere

T. BLOHM hat 2009 in einem Artikel im Nyctalus (N.F.) ein neues Kastenmodell aus Styropor für den Einsatz im Winterquartier vorgestellt. Diese einfach und kostengünstig herzustellende Quartierhilfe hat sich hervorragend bewährt, wie die beiden Fotografien dokumentieren. Nicht nur die spaltenähnlichen Unterschlupfmöglichkeiten werden von verschiedenen Fledermausarten genutzt, sondern auch der Zwischenraum zwischen der Styroporplatten und der Raumwand. Bisher konnten im Kasten Wasserfledermäuse, Fransenfledermäuse und Braune Langohren und in dem Spalt zwischen der Wand und der Styroporplatte, neben den genannten Arten, auch das Große Mausohr gezählt werden.

Literatur: BLOHM, T. (2009): Erfahrungen mit Verstecken aus Styropor in Fledermauswinterquartieren. Nyctalus (N.F.), Heft 1-2, S. 47-48.

Foto vom 03. 12. 2012
Foto vom 01. 02. 2014

Quartierhilfe für Waldfledermäuse

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Hans-Werner Maternowski